Smartphone – Segen und/oder Fluch?

Seid ihr schon mal über den Campingplatz gegangen und habt beobachtet, wie viele damit beschäftigt sind, mit geneigtem Kopf auf Ihr Smartphone oder Tablet zu starren?

Wir Camper gehören sicherlich auch zu den 50 Millionen Menschen in Deutschland, die laut Statista 2016 ein Smartphone nutzten. Sei es um den Weg auf der Tour zu finden oder selbstverständlich um unsere tolle App Camporio zu nutzen.

Smartphone

Aber bleibt es dabei? Nutzen wir unser Smartphone nur für nützliche Dinge?

Nein! Wir daddeln und spielen, sind in den Sozialen Medien, checken Emails oder schauen verzweifelt einfach nur so drauf und warten auf die nächste WhatsApp-Nachricht.

Jedenfalls sind die kleinen Wunderdinger nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken und unser täglicher Begleiter.

 

Doch werden sie nicht langsam zu einem Fluch?

61 % unserer Gesamtbevölkerung nutzen ein Smartphone. Ok, hört sich nicht überraschend an. Erschreckender wird es aber, wenn wir uns die Nutzungszahlen von Kindern betrachten. Der Anteil bei den 12- bis 13 Jährigen beläuft sich auf 80%. Bei den 6 – 7 Jährigen sind es 12%, bei den 8-9 Jährigen schon 38%, bei den 10-11 Jährigen 71%.

Statistik

Neben der ständigen Erreichbarkeit und dem unterbewussten Stress den wir durch unsere Smartphone ausgesetzt sind, gibt es aber noch andere warnende Erkenntnisse.

Wir sitzen eh schon viel zu viel über den Tag verteilt und verfallen so in eine ungünstige Körperhaltung, in denen die Schultern dazu neigen nach vorne zu fallen und wir langsam aber sicher in uns zusammensinken und so einen Buckel entwickeln. Wenn wir Zwischendrin zusätzlich noch unser Smartphone benutzen und dabei mit gesenktem Kopf auf den Bildschirm starren, geben wir unsere Verformung in Richtung Buckel einen weiteren Impuls.

 

Wusstet ihr, dass Ihr in dieser Position beim Blick auf Euer Smartphone ein ca. 7-Jähriges Kind in Eurem Nacken sitzen habt?

Unser Kopf wiegt ca. 5 Kilo, neigen wir ihn zum Blick aufs Smartphone nach vorne, entstehen Belastungen auf unsere Halswirbelsäule von bis zu 30kg!

Das so Nacken- und Kopfschmerzen, Muskelverspannungen bis hin zu Bandscheibenvorfällen programmiert sind ist kein Wunder, wenn der Durchschnittsbürger laut einer Studie von myMarktforschung.de das Smartphone rund 2 1/2 Stunden am Tag nutzt, Tendenz steigend.

Erschreckend belegt dies auch die Studie des australischen Chiropraktikers Dr. James Carter, der den sogenannten „Handynacken“ anhand von Röntgenbildern der verkrümmten Wirbelsäule schon von Kindern und Jugendlichen festgestellt hat.

Der deutsche Prof. Braus, Facharzt für Neurologie, Psychatrie und Psychotherapie an der Helios Klinik Wiesbaden geht noch weiter. Er sagt, dass es durch die Smartphone Nutzung bei Kindern zu strukturellen Veränderungen des Gehirns kommt.

 

Was heisst das jetzt für uns?

Vielleicht sollte jeder einmal darüber nachdenken, ob er in seinem Camping-Urlaub nicht einfach mal auf sein Smartphone verzichten kann und versucht, die Nutzung auch im Alltag wieder auf das Wesentliche und Nützliche der kleinen Dinger zu beschränken. 2 ½ Stunden aufs Smartphone schauen im Urlaub ist viel verlorene Zeit. Überlegt einmal, was man da alles für schöne Dinge erleben könnte…

Für alle die, die aber dennoch auf ihr Smartphone nicht verzichten wollen, möchte ich ein paar Tipps mit auf dem Weg geben, die Euch zum einen helfen die Belastung auf Eure Halswirbelsäule zu minimieren und zum anderen Übungen, die Euch dabei helfen die Verspannungen der Hals-, Rücken- und Schultermuskulatur zu lösen.

Haltet doch in Zukunft euer Smartphone so, wie ich es auf dem folgenden Bild zeige. Links seht Ihr immer die falsche, rechts die richtige Position.

Wichtig dabei: Smartphone auf Augenhöhe, Ellenbogen liegen am Körper an, Daumen zeigen nach außen, Bizeps zeigt nach oben, der Rücken ist gerade, Brustbein schiebt nach vorn.

Gesundheit

Schaut euch in der Camporio-App meine On-Tour Übungen 1-7 an. Diese könnt ihr selbstverständlich auch nach der Fahrt, im Stehen, im Sitzen, am Arbeitsplatz oder zu Hause machen. Sie werden euch helfen, die Verspannungen im Hals-, Rücken- und Schulterbereich zu lösen. Ebenso meine Off-Tour Übungen 9-15, die auch überall durchführbar sind.

 

Viel Spaß wünscht euch

euer

Camper-Coach

 

Quellen:

www.statista.de

www.mymarktforschung.de

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3274835/Shocking-X-rays-teenagers-text-neck.html

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Was-Smartphone-Junkies-vom-Steinzeitmenschen-lernen;art680,1319496

 

 

 

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