Camping und Schwimmen

Liebe Camporios,

gerade jetzt in der warmen Jahreszeit ist Schwimmen eine perfekte Möglichkeit etwas für seine Fitness zu tun und sich dabei auch noch abzukühlen. Gerade beim Camping an einem See lädt das kühle Nass zur Bewegung ein. Viele Campingplätze besitzen mitlerweile auch schon ein grosses Schwimmbecken und manche sogar einen Indoor-Pool.

Schwimmen ist nicht nur ein super Ganzkörpertraining, sondern ihr trainiert dabei euer Herz-Kreislauf-System und eure Koordination. Darüber hinaus ist es ein Kraftausdauertraining, bei dem eure Gelenke und Bänder geschont werden. Im Wasser wird der meiste Teil des Körpergewichts getragen, deshalb ist Schwimmen auch perfekt geeignet für die, die ein paar Pfunde zu viel mit sich herumtragen. Der Kalorienverbrauch liegt ca. bei 450 bis 650 Kalorien die Stunde.  Je nachdem welchen Schwimmstil ihr wählt und wie schnell ihr schwimmt, kann es auch mehr sein.

Im Schwimmen unterscheidet man zwischen vier Schwimmstilen: Brust-, Rücken-, Kraul- oder Freistil- und Schmetterlings- oder Delphinschwimmen.

Das Brustschwimmen wird jeder von euch kennen. Es ist für viele die einfachste und bequemste Art zu schwimmen. So einfach ist jedoch die richtige Technik beim Brustschwimmen nicht, so dass es bei den meisten eher nach „ich halte mich über Wasser“ aussieht. Der Hauptfehler ist dabei den Kopf nicht unter Wasser zu nehmen. Bleibt der Kopf die gesamte Zeit über Wasser, schwimmt man ständig im Hohlkreuz. Die Folge sind Rückenschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen. Ebenso steht man dadurch eher senkrecht im Wasser und hat somit weniger Vortrieb. Also, habt keine Angst davor den Kopf unter Wasser zu nehmen, denn ihr tut eurem Rücken und eurem Nacken etwas Gutes. Am besten kauft ihr euch eine Schwimmbrille, dann ist es einfacher. Solltet ihr dennoch euren Kopf nicht unter Wasser nehmen wollen, empfehle ich euch zumindest nach dem Schwimmen die Übungen 1 und 4 aus meinem Camping-Mobil On Tour Programm und die Übung 12 aus meinem Camping-Mobil Off Tour Programm zu machen, um eure Nacken- und Schultermuskulatur zu entspannen und zu lockern.

Mein persönlicher Lieblingsschwimmstil ist Kraul- oder Freistilschwimmen. Beim Kraulen trainiert ihr effektiv eure Arm- Schulter- Rumpf- und Beinmuskulatur und ist so eine perfekte Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Durch die flache und gestreckte Lage des Körpers im Wasser ist der Rücken nicht im Hohlkreuz und die Halsmuskulatur nicht unter Spannung. Ebenso habt ihr durch den Kraulbeinschlag kein hohe Kniebelastung, wie es bei der Scherbewegung beim Brustschwimmen der Fall ist. Darüber hinaus ist es auch noch der schnellste Schwimmstil. Aber auch hier gilt, das ihr den Kopf unter Wasser nehmen müsst. Ein ruhige und gleichmäßige Atmung ist dabei sehr wichtig. Wer hier Problem hat, sollte die Atmung erst einmal separat mit einem Schwimmbrett als Hilfe üben.

Beim Rückenschwimmen stellt die Atmung eher weniger ein Problem dar, da der Kopf über Wasser bleiben kann. Wie beim Kraulschwimmen auch, liegt ihr flach im Wasser und beugt so Rücken- und Nackenproblemen vor. Gekräftigt werden neben der gleichen Muskulatur wie beim Kraulen zusätzlich auch noch die Bauch-, Gesäß- und untere Rückenmuskulatur.

Das Schmetterlings- oder Delphinschwimmen gilt als der koordinativ anspruchvollste und auch als körperlich anstrengenster Schwimmstil. Für Anfänger ist dieser Stil also völlig ungeeignet. Wenn man diese Disziplin beherrscht, ist er jedoch nach dem Kraulen die zweitschnellste Schwimmart. Durch den hohen Kraftaufwand ist das Schmetterlingsschwimmen als Ausdauerschwimmen eher ungeeignet.

Welchen Schwimmstil ihr letzlich wählt bleibt natürlich euch und eurem Können überlassen. Empfehlen würde ich euch immer das Kraulen. Entscheidend ist jedoch eine ökonomische Technik eures Schwimmstils. Denn ihr solltet schon 30 Minuten im Wasser durchhalten, damit ihr durch das Training auch einen Effekt erzielt.

Also, Badehose an, Schwimmbrille auf und los gehts!

Ich wünsche euch viel Spaß!

Euer

Camper-Coach

Camping-Mobil On Tour Übung „Füße auf Zehenspitzen“

Liebe Camporios,

kommen wir zu meiner Camping-Mobil On Tour Übung „Füße auf Zehenspitzen“. Bevor ich euch die Übung genau erkläre, habe ich noch eine Bitte: Behaltet bei allen Übungen trotzdem immer den Verkehr im Auge, denn eure Sicherheit geht vor!

Warum diese Übung:

Was viele außer Acht lassen ist, dass das viele Sitzen sich nicht nur auf unsere Wirbelsäule auswirkt, sondern auch auf unsere Muskulatur. Es entstehen Schmerzen, meist durch die einseitige Belastung, die wir durch das ständige Sitzen in der gleichen Position auf unsere Muskultatur auswirken. Folge: Die Muskulatur verkrampft und verspannt sich oder wie man im Fußball so schön sagt, der Muskel verhärtet.

Allerdings werden im Sitzen die Muskeln nicht nur dauerhaftet belastet sondern einige auch völlig entlastet. So sind z.B. die querverlaufende Bauchmuskulatur oder die Gesäßmuskulatur ausgeschaltet und verkümmern sozusagen. Ebenso die Hüftlendenmuskulatur, die für Aufrichtung und Streckung unseres Körpers zuständig ist, verkürzt sich immer mehr durch das ständige Sitzen, da dabei unsere Hüfte immer im 90 Grad Winkel gebeugt ist. Das Ergebnis: Rückenschmerzen.

Die Übung „Füße auf Zehenspitzen“ aktiviert eure „eingeschlafene“ Muskulatur und regt die Durchblutung an. Dabei kräftigt ihr eure Fuß-, Schienbein- und Wadenmuskulatur. Der durch das ständige Gasgeben verkrampfte rechte Fuß kann dadurch sehr gut gelockert werden.

Möchtet ihr darüber mehr erfahren, dann könnt ihr das hier.

Übungsdurchführung:

Ihr stellt eure Füße im Wechsel auf die Fersen und auf die Zehenspitzen. Hierbei empfiehlt es sich, den Tempomat einzuschalten. Falls ihr keinen habt, wechselt eure Beine einfach ab.

Hier könnt ihr euch die Übung im Video anschauen:

 

Alle weiteren Übungen zu den Programmen Camping-Mobil On Tour und Off Tour findet ihr in unserem Youtube-Channel „Camporio“.

Camping-Mobil On Tour Übung „Beine anheben“

Liebe Camporios,

kommen wir zu meiner Camping-Mobil On Tour Übung „Beine anheben“. Bevor ich euch die Übung genau erkläre, habe ich noch eine Bitte: Behaltet bei allen Übungen trotzdem immer den Verkehr im Auge, denn eure Sicherheit geht vor!

Warum diese Übung:

Was viele außer Acht lassen ist, dass das viele Sitzen sich nicht nur auf unsere Wirbelsäule auswirkt, sondern auch auf unsere Muskulatur. Es entstehen Schmerzen, meist durch die einseitige Belastung, die wir durch das ständige Sitzen in der gleichen Position auf unsere Muskultatur auswirken. Folge: Die Muskulatur verkrampft und verspannt sich oder wie man im Fußball so schön sagt, der Muskel verhärtet.

Allerdings werden im Sitzen die Muskeln nicht nur dauerhaftet belastet sondern einige auch völlig entlastet. So sind z.B. die querverlaufende Bauchmuskulatur oder die Gesäßmuskulatur ausgeschaltet und verkümmern sozusagen. Ebenso die Hüftlendenmuskulatur, die für Aufrichtung und Streckung unseres Körpers zuständig ist, verkürzt sich immer mehr durch das ständige Sitzen, da dabei unsere Hüfte immer im 90 Grad Winkel gebeugt ist. Das Ergebnis: Rückenschmerzen.

Die Übung „Beine anheben“ aktiviert eure „eingeschlafene“ Muskulatur und regt die Durchblutung an. Dabei kräftigt ihr eure Oberschenkel- und Hüftlendenmuskulatur.

Möchtet ihr darüber mehr erfahren, dann könnt ihr das hier.

Übungsdurchführung:

Ihr hebt abwechselnd die Beine an und zieht das Knie Richtung Brust. Für diese Übung müsst ihr euren Tempomat einschalten!

Hier könnt ihr euch die Übung im Video anschauen:

 

Alle weiteren Übungen zu den Programmen Camping-Mobil On Tour und Off Tour findet ihr in unserem Youtube-Channel „Camporio“.

Camping-Mobil On Tour Übung „Beinmuskulatur anspannen“

Liebe Camporios,

kommen wir zu meiner Camping-Mobil On Tour Übung „Beinmuskulatur anspannen“. Bevor ich euch die Übung genau erkläre, habe ich noch eine Bitte: Behaltet bei allen Übungen trotzdem immer den Verkehr im Auge, denn eure Sicherheit geht vor!

Warum diese Übung:

Was viele außer Acht lassen ist, dass das viele Sitzen sich nicht nur auf unsere Wirbelsäule auswirkt, sondern auch auf unsere Muskulatur. Es entstehen Schmerzen, meist durch die einseitige Belastung, die wir durch das ständige Sitzen in der gleichen Position auf unsere Muskultatur auswirken. Folge: Die Muskulatur verkrampft und verspannt sich oder wie man im Fußball so schön sagt, der Muskel verhärtet.

Allerdings werden im Sitzen die Muskeln nicht nur dauerhaftet belastet sondern einige auch völlig entlastet. So sind z.B. die querverlaufende Bauchmuskulatur oder die Gesäßmuskulatur ausgeschaltet und verkümmern sozusagen. Ebenso die Hüftlendenmuskulatur, die für Aufrichtung und Streckung unseres Körpers zuständig ist, verkürzt sich immer mehr durch das ständige Sitzen, da dabei unsere Hüfte immer im 90 Grad Winkel gebeugt ist. Das Ergebnis: Rückenschmerzen.

Die Übung „Beinmuskulatur anspannen“ aktiviert eure „eingeschlafene“ Muskulatur und regt die Durchblutung an. Dabei kräftigt ihr eure Bein- und Wadenmuskulatur.

Möchtet ihr darüber mehr erfahren, dann könnt ihr das hier.

Übungsdurchführung:

Ihr spannt bewusst Eure Bein- und Wadenmuskulatur an. Haltet dies einen Moment und entspannt dann wieder, bevor ihr wieder erneut anspannt!

Hier könnt ihr euch die Übung im Video anschauen:

 

Alle weiteren Übungen zu den Programmen Camping-Mobil On Tour und Off Tour findet ihr in unserem Youtube-Channel „Camporio“.

Wiederbelebung in der Praxis

Liebe Camporios,

zusammen mit dem Wiederbelebungs-Experten und Oberarzt der Intensivmedizin der Universitätsmedizin in Mainz, Dr. med. Ingo Sagoschen, zeige ich euch, wie die Wiederbelebung in der Praxis funktioniert.

Hier ein Überblick:

Alle Schritte könnt ihr euch auch im Video weiter unten im Text anschauen!

1. Auf Sicherheit achten

Zunächst müsst ihr zu allererst auf eure eigene Sicherheit achten. Dies kann beim leblosen Patienten auf der Straße der laufende Verkehr sein oder im Haus der Kontakt zu stromführenden Gegenständen, welche den Kreislaufstillstand ausgelöst haben. Ist die Situation sicher, könnt ihr euch dem Patienten nähern, um herauszufinden, was ihm fehlt.

2. Bewusstsein prüfen

Zeigt der Patient keine spontanen Reaktionen, so solltet ihr zunächst sein Bewusstsein prüfen. Dazu berührt ihr die Schultern des Patienten und sprecht ihn laut und deutlich an: „Ist alles in Ordnung?“ Reagiert er auf die Ansprache, belasst ihr ihn in der Position und versucht herauszufinden, was das Problem ist. Dabei redet ihr weiter mit ihm, um regelmäßig das Bewusstsein zu kontrollieren.

3. Atemwege freimachen

Als nächstes solltet ihr die Atmung des Patienten überprüfen. Dazu hebt ihr das Kinn an und überstreckt den Kopf, um die Atemwege frei zu machen und die freie Atmung zu ermöglichen. Durch das Überstrecken des Kopfes wird der Zungengrund angehoben und die beim Bewusstlosen häufig zu sehende Verlegung der Atemwege beseitigt.

4. Atmung prüfen

Nun haltet ihr den Kopf des Patienten in dieser überstreckten Position und bringt euer eigenes Ohr vor Mund und Nase des  Patienten mit Blickrichtung zu seinem Brustkorb und Bauch. Durch Sehen (Blick auf den Brustkorb), Hören (Atemgeräusch) und Fühlen (Lufthauch an eurer eigenen Wange) prüft ihr, ob der Patient atmet. Eine normale Atmung ist leicht seh-, hör- und fühlbar und erfolgt normalerweise 10 bis 15 Mal pro Minute, also alle 4 bis 6 Sekunden ein Atemzug. Atmet der Patient nicht oder nicht normal, also vor allem zu langsam und zu flach, so ist dies als Zeichen eines vorhandenen oder drohenden Kreislaufstillstandes zu deuten. Besonders solltet ihr beachten, dass der Mensch einige Sekunden nachdem das Herz stehengeblieben ist, noch weiteratmen kann und dann im Übergang eine sogenannte „Schnappatmung“ zeigen kann. Diese bezeichnet einige langsame, unterschiedlich ausgeprägte Bewegungen des Kopfes und Kiefers, welche leicht mit einer angestrengten Atmung verwechselt werden können. Diese stellen aber keine normalen Atemzüge dar! Mit der Feststellung, dass der Patient nicht oder nicht normal atmet, gilt der Kreislaufstillstand als hoch wahrscheinlich, so dass bei allen weiteren Maßnahmen entsprechend vorgegangen werden muss.

5. Hilfe holen – Notruf 112

Bevor nun weitere Maßnahmen erfolgen, müsst ihr einen Notruf absetzen. Dies ist immanent wichtig, da nur so gesichert ist, dass professionelle medizinische Hilfe auf den Weg gebracht wird, um die weitere Behandlung einzuleiten. Sind zwei oder mehrere Helfer an eurer Seite, kann der Notruf parallel zu den weiteren Maßnahmen erfolgen. Einheitliche Rufnummer für den Notruf ist die europaweit einheitliche Notrufnummer „112“. Dies gilt in allen Ländern aus Mobil- und Festnetz und ohne weitere Vorwahlen. Ihr werdet automatisch mit der zuständigen nächsten Notrufzentrale verbunden. Hier müsst ihr nun wichtige Angaben zum Geschehen machen, welche die Helfer an den Einsatzort leiten:

  1. Wo ist es passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele verletzte Personen?
  4. Welche Verletzungen haben diese Personen?
  5. Warten auf Rückfragen, nicht sofort auflegen!

Seid ihr euch nicht sicher, was nun zu tun ist, werden euch die Mitarbeiter der Notrufzentrale auch bei den weiteren Maßnahmen anleiten.

6. 30 Herz-Druck-Massagen

Nun müsst ihr versuchen, durch zwei wichtige Maßnahmen den Kreislauf des Patienten so lange zu ersetzen, bis die professionelle Hilfe eintrifft und spezielle Maßnahmen einleiten kann. Dies geschieht in Form sogenannter Herz-Druck-Massagen und Beatmungen. Zunächst dreht ihr den Patienten auf den Rücken und öffnet Jacken und dicke Pullover, welche die Maßnahmen behindern können. Nun sucht ihr den Druckpunkt für die Herz-Druck-Massage auf: in der Mitte des Brustbeines und in der Mitte des Brustkorbes setzt ihr eure beiden Hände auf den Patienten auf und beugt euch über den Patienten, um nun den Brustkorb gegen die Unterlage/den Boden zu komprimieren. Die Eindrucktiefe beträgt 5 bis 6 cm und die Kompressionen sollten 100 bis 120 Mal pro Minute erfolgen. Dabei müsst ihr unbedingt darauf achten, zwischen zwei Kompressionen den Brustkorb komplett zu entlasten und den Druckpunkt nicht zu verlieren.

7. 2 Beatmungen

Nach 30 Kompressionen folgen 2 Beatmungen. Dazu überstreckt ihr wieder den Kopf des Patienten wie bei der Atemkontrolle, presst euren eigenen Mund auf den Mund des Patienten und führt 2 Atemspenden (Beatmungen) aus. Dabei haltet ihr die Nase des Patienten mit den Fingern verschlossen. Die Atemspende umfasst einen normalen eigenen Atemhub. Ihr sollt also nicht besonders tief einatmen oder fest pusten. Für die Ausatmung lasst ihr den Patienten ca. 1 Sekunde Zeit. Sollte die Beatmung technisch schwierig für euch sein, so probiert es maximal 2 Mal, bevor ihr wieder mit den Herz-Druck-Massagen weitermacht. Herz-Druck-Massagen und Beatmungen wechseln sich im Verhältnis von 30:2 ab. Das heißt, nach 30 Herz-Druck-Massagen führt ihr 2 Beatmungen durch. Die Unterbrechungen der Herz-Druck-Massagen solltet ihr dabei so kurz wie möglich halten. Gerade die Herz-Druck-Massagen werden für euch sehr anstrengend sein. Daher sollte nach etwa 4 bis 5 Minuten ein Wechsel des Helfers stattfinden, da bei körperlicher Erschöpfung, auch wenn diese in der Stress-Situation nicht direkt spürbar ist, die Qualität der Herz-Druck-Massagen deutlich nachlässt. Diese Maßnahmen der Ersten Hilfe müsst ihr so lange fortsetzen, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Fortführung der Versorgung übernimmt.

 

Denkt dran, jeder kann helfen! Am besten schaut ihr euch nochmal meinen Blog „Wiederbelebung – Jeder kann helfen“ an.

Euer

Camper-Coach

 

 

 

Wiederbelebung: Jeder kann helfen!

Liebe Camporios,
wisst ihr noch, wann ihr das letzte Mal an einem Erste Hilfe-Kurs oder an einem Kurs für Wiederbelebung teilgenommen habt? Wahrscheinlich, wie die meisten unter uns, zur Führerscheinprüfung.

Viele wissen daher nicht mehr, wie es geht, was sich verändert hat und haben Angst davor, im Ernstfall zu helfen und eine Wiederbelebung durchzuführen. Da dieses Thema sehr wichtig ist und wir jederzeit damit konfrontiert werden können, war ich für euch im Zentrum der Kardiologie der Universitätsmedizin in Mainz und habe mich mit dem Wiederbelebungs-Experten und Oberarzt der Intensivmedizin Dr. med. Ingo Sagoschen getroffen. (Alle Infos & Fakten zur Wiederbelebung könnt ihr euch auch im Video anschauen.)

Es ist Fakt, dass in Europa alle 90 Sekunden ein Herz-Kreislauf-Stillstand passiert. Allein in Deutschland sterben daran jährlich 100.000 Menschen. 10.000 davon könnten gerettet werden, wenn mehr Menschen es wagen würden zu helfen! Dies verdeutlicht, wie wichtig die Wiederbelebung oder „Laienreanimation“ ist.

10.000 Menschen lassen wir also sterben, weil wir Angst haben zu helfen oder darin nicht augebildet sind! Deutschland steht fast auf dem letzten Platz, weit hinter den Niederlanden oder Norwegen. Nur in 20% der Fälle beginnt in Deutschland ein Zeuge die Wiederbelebung. In den Niederlanden oder Norwegen sind es 65% bzw. 70%. Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist auch deshalb die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und im Vergleich zu Krebs und anderen Krankheiten so kinderleicht zu bekämpfen.

Aber warum haben wir so eine Scheu davor zu helfen, warum trauen wir uns nicht?

Wieso fällt es Kindern leichter als uns Erwachsenen zu helfen? Jeder kann Leben retten, auch schon Kinder. In den Niederlanden und Norwegen ist dies z.B. völlig normal. Dort werden Kinder bereits in der Schule in der Ersten Hilfe ausgebildet. Bei uns passiert dies erst zur Führerscheinprüfung. Wer es einmal kann, der verlernt es auch nicht und traut sich im Ernstfall auch zu helfen. Uns in Deutschland fehlt also schlicht und ergreifend die Ausbildung in der Ersten Hilfe. Würden wir diese bereits in der Schule erlernen, könnten also viel mehr Menschen geholfen werden. Wir Erwachsenen haben auch oftmals einfach Angst davor, etwas falsch zu machen. Jemanden dabei zu verletzen oder noch schlimmer, mich dabei sogar strafbar zu machen. Dieser Gedanke ist jedoch völlig falsch! Alles was ich im Rahmen der Ersten Hilfe mit gesundem Menschenverstand mache, darf ich auch tun und kann für nichts zur Rechenschaft gezogen werden. Andersherum, helfe ich einem Menschen nicht, leiste keine Erste Hilfe, dann mache ich mich definitiv strafbar!

Ein Krankenwagen errreicht den Unfallort durschnittlich nach 8-12 Minuten. In ländlichen Regionen kann es auch mal länger dauern. Ein Herz kann nach 10-15 Minuten wieder in Gang gesetzt werden, unsere Gehirnzellen sterben allerdings nach 3-5 Minuten ohne Sauerstoff ab und es kommt zu irreparablen Schäden. Jede Minute die verstreicht, in der die betroffene Person nicht reanimiert wird, reduziert sich die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10%. Wartet man also nur ab bis der Krankenwagen kommt, ist der Schaden im Organismus durch den Sauerstoffmangel im Herz-Kreislauf-Stillstand so groß, dass ein Überleben aussichtslos ist.

Was müsst ihr tun? Hier die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung oder der Erstversorgung eines Patienten:

Stellt euch die Schritte auch als eine Art Kette oder Rettungskette vor. Alle Glieder dieser Kette hängen zusammen. Wenn ein Glied reisst, funktioniert auch die Kette nicht mehr:

1. Erkennung des Herz-Kreislauf-Stillstandes und Absetzen des Notrufes

Achtet genau darauf, ob der Patient nur bewußtlos ist und eine normale Atmung vorhanden ist. Dann könnt ihr den Patient in die stabile Seitenlage bringen und Hilfe holen. Der Patient muss auf jeden Fall weiter betreut werden. Oder ob der Patient leblos ist, nicht mehr reagiert und auch keine normale Atmung mehr vorhanden ist. Eine normale Atmung ist leicht seh-, hör- und fühlbar und erfolgt normalerweise 10 bis 15 Mal pro Minute, also alle 4 bis 6 Sekunden ein Atemzug. Atmet der Patient nicht oder nicht normal, also vor allem zu langsam und zu flach, so ist dies als Zeichen eines vorhandenen oder drohenden Herz-Kreislauf-Stillstandes zu deuten. Ihr müsst mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen!

2. Beginn der Herz-Lungen-Wiederbelebung durch jedermann

Die Herz-Druck-Massage erfolgt 30x und die Beatmung 2x. Dies erfolgt im Wechsel und muss so lange durchgehalten werden, bis der Krankenwagen eintrifft. Sind mehrere Helfer vor Ort, solltet ihr euch nach etwas 4 bis 5 Minuten abwechseln, da die Herz-Druck-Massage sehr anstrengend ist. Ihr arbeitet also am besten im Team: Ein Helfer führt die Druckmassage durch, der andere beatmet. Die Eindrucktiefe beträgt 5 bis 6 cm und die Kompression des Brustkorbes erfolgt im Rhythmus von 100 bis 120 Mal pro Minute. Wenn ihr euch das jetzt schwer vorstellen könnt, gibt es eine gute Hilfe. Stellt euch einfach folgende, übrigens thematisch sehr passende, Lieder vor: Helene Fischer – Atemlos, Bee Gees – Stayin Alive, AC/DC – Highway To Hell.

3. Frühdefibrillation, um das Herz neu zu starten

In immer mehr Städten und auch Campingplätzen findet man sogenannte Defibrillatoren, Defis oder auch Schockgeber genannt, mit denen das Herz neugestartet werden kann. Falls ein solcher Apparat in eurer Nähe ist, was mache ich dann? Hole ich erst den Defi oder beginne ich zuerst mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung? Dr. Ingo Sagoschen empfiehlt ganz klar, nicht erst den Defibrillator holen, sondern sofort mit der Wiederbelebung zu beginnen, da sonst wichtige Zeit verloren geht. Erst wenn mehrere Ersthelfer vor Ort sind, können diese den Defi holen und ihn zusätzlich einsetzen. Der Defi ist zwar wichtig, das Herz wieder neu zu starten, ersetzt aber nicht die Maßnahmen zur Ersten Hilfe. Ist kein Defi am Unfallort vorhanden, wird die Frühdefibrillation erst vom eintreffenden professionellen Rettungsteam durchgeführt.

4. Postreanimationsbehandlung zur Behebung der Ursache und Erhalt der Lebensqualität

Die Postreanimationsbehandlung erfolgt mit dem Eintreffen des professionellen Rettungsteams und der Behandlung im Krankenhaus.

Alle Infos und Fakten zum Thema Wiederbelebung könnt ihr euch auch hier im Video anschauen. Ich habe Dr. Ingo Sagoschen von der Universitätsmedizin in Mainz dazu interviewt.

Wollt ihr wissen, wie das Ganze in der Praxis aussieht, dann schaut euch meinen Blog „Wiederbelebung in der Praxis“ an.

 

Euer

Camper-Coach

OutdoorWelten

 OutdoorWelten

Hallo Camporios.

OutdoorWelten – Der Guide für aktive Naturgenießer. So nennt sich das Print Magazin, dass uns für einen kurzen Beitrag ausgesucht hat.

Camporio`s sind natürlich ständig Outdoor unterwegs, das ist das Hobby und die Leidenschaft. Das Magazin OutdoorWelten beschreibt sich selber wie folgt:

„Fundamentales Motiv von OutdoorWelten ist die aktive Hinwendung an das Sehnsuchtsziel Natur. Das Halbjahres-Magazin zeigt aktiven Naturgenießern wie und wo sie Natur sportlich erleben können, welche Entdeckungen draußen warten und erklärt faszinierende Phänomene.“

Diese Aussage trifft es auf den Punkt – denn wir Camper geniessen die Natur. Bei Camporio kommen alle auf Ihre Kosten. Wanderer, Radfahrer, Surfer oder Wildnis-Erforscher finden an der frischen Luft zurück zur Basis. Back to the roots.

Das Magazin stellt nicht nur wunderschöne Orte und sportliche Aktivitäten in Deutschland und Europa vor, sondern spricht auch die Weltenbummler an, die es etwas weiter und länger hinauszieht als die üblichen „14 Tage“. Produkt-Tests und Empfehlungen ergänzen die Berichte. Übrigens auch Online. Natürlich freut sich unser Camper-Coach ganz besonders über diesen Beitrag – demnächst gibt es an dieser Stelle wieder seine Fitness- und Gesundheitstipps.

Wir wünschen allen Camporios ein tolles, sonniges Wochenende. Egal wo ihr seid.
Bis bald.

Euer Camporio-Team.

Camping-Mobil On Tour Übung „Gesäß anspannen“

Liebe Camporios,

kommen wir zu meiner Camping-Mobil On Tour Übung „Gesäß anspannen“. Bevor ich euch die Übung genau erkläre, habe ich noch eine Bitte: Behaltet bei allen Übungen trotzdem immer den Verkehr im Auge, denn eure Sicherheit geht vor!

Warum diese Übung:

Was viele außer Acht lassen ist, dass das viele Sitzen sich nicht nur auf unsere Wirbelsäule auswirkt, sondern auch auf unsere Muskulatur. Es entstehen Schmerzen, meist durch die einseitige Belastung, die wir durch das ständige Sitzen in der gleichen Position auf unsere Muskultatur auswirken. Folge: Die Muskulatur verkrampft und verspannt sich oder wie man im Fußball so schön sagt, der Muskel verhärtet.

Allerdings werden im Sitzen die Muskeln nicht nur dauerhaftet belastet sondern einige auch völlig entlastet. So sind z.B. die querverlaufende Bauchmuskulatur oder die Gesäßmuskulatur ausgeschaltet und verkümmern sozusagen. Ebenso die Hüftlendenmuskulatur, die für Aufrichtung und Streckung unseres Körpers zuständig ist, verkürzt sich immer mehr durch das ständige Sitzen, da dabei unsere Hüfte immer im 90 Grad Winkel gebeugt ist. Das Ergebnis: Rückenschmerzen.

Die Übung „Gesäß anspannen“ aktiviert eure „eingeschlafene“ Muskulatur und regt die Durchblutung an. Dabei kräftigt ihr eure Gesäßmuskulatur und entspannt gleichzeitig euren Rücken.

Möchtet ihr darüber mehr erfahren, dann könnt ihr das hier.

Übungsdurchführung:

Ihr drückt euren unteren Rücken gegen den Sitz und spannt dabei die Gesäßmuskulatur an. Kurz halten und dann wieder entspannen. Ihr werdet auf dem Video nicht viel sehen können, aber Ihr wisst sicher selbst, wie Ihr Eure Pomuskeln anspannen könnt. Macht diese Übung, auch wenn Sie Euch witzig erscheint, aber Ihr werdet nach einigen Wiederholungen die Entspannung im unteren Rückenbereich spüren.

Hier könnt ihr euch die Übung im Video anschauen:

 

Alle weiteren Übungen zu den Programmen Camping-Mobil On Tour und Off Tour findet ihr in unserem Youtube-Channel „Camporio“.

Camping-Mobil On Tour Übung „Beckenkippen“

Liebe Camporios,

kommen wir zu meiner Camping-Mobil On Tour Übung „Beckenkippen“. Bevor ich euch die Übung genau erkläre, habe ich noch eine Bitte: Behaltet bei allen Übungen trotzdem immer den Verkehr im Auge, denn eure Sicherheit geht vor!

Warum diese Übung:

Gerade auf langen Fahrten oder durch langes Sitzen entstehen Verspannungen und Probleme im unteren Rücken, im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen entstehen meist durch die einseitige Belastung die wir durch das ständige Sitzen in der gleichen Position auf den unteren Rücken auswirken. Die Muskulatur verkrampft und verspannt sich, die Bandscheiben werden einseitig zusammengedrückt und reizen umliegende Nerven. Der Schmerz ist programmiert. Durch das Sitzen auf meistens weichen Polstern (Auto, Sofa) wird das Becken zusätzlich nach hinten gekippt: das erhöht den Druck auf die Wirbelsäule und deren Bandscheiben.

Die Übung wird euch helfen, eure Verspannungen im unteren Rücken zu lösen und die umliegende Muskulatur zu aktivieren und zu durchbluten.

Möchtet ihr darüber mehr erfahren, dann könnt ihr das hier.

Übungsdurchführung:

Ihr kippt das Becken einfach vor und zurück oder verschiebt es seitlich links und rechts.

Hier könnt ihr euch die Übung im Video anschauen:

 

Alle weiteren Übungen zu den Programmen Camping-Mobil On Tour und Off Tour findet ihr in unserem Youtube-Channel „Camporio“.

Camping-Mobil On Tour Übung „Handstütz“

Liebe Camporios,

kommen wir zu meiner Camping-Mobil On Tour Übung „Handstütz“. Bevor ich euch die Übung genau erkläre, habe ich noch eine Bitte: Behaltet bei allen Übungen trotzdem immer den Verkehr im Auge, denn eure Sicherheit geht vor!

Warum diese Übung:

Was viele außer Acht lassen ist, dass das viele Sitzen sich nicht nur auf unsere Wirbelsäule auswirkt, sondern auch auf unsere Muskulatur. Es entstehen Schmerzen, meist durch die einseitige Belastung, die wir durch das ständige Sitzen in der gleichen Position auf unsere Muskultatur auswirken. Folge: Die Muskulatur verkrampft und verspannt sich oder wie man im Fußball so schön sagt, der Muskel verhärtet.

Allerdings werden im Sitzen die Muskeln nicht nur dauerhaftet belastet sondern einige auch völlig entlastet. So sind z.B. die querverlaufende Bauchmuskulatur oder die Gesäßmuskulatur ausgeschaltet und verkümmern sozusagen. Ebenso die Hüftlendenmuskulatur, die für Aufrichtung und Streckung unseres Körpers zuständig ist, verkürzt sich immer mehr durch das ständige Sitzen, da dabei unsere Hüfte immer im 90 Grad Winkel gebeugt ist. Das Ergebnis: Rückenschmerzen.

Die Übung „Handstütz“ aktiviert eure „eingeschlafene“ Muskulatur und regt die Durchblutung an. Dabei kräftigt ihr eure Arm-, Bauch-, Rücken- und Hüftlendenmuskulatur.

Möchtet ihr darüber mehr erfahren, dann könnt ihr das hier.

Übungsdurchführung:

Diese Übung dürft Ihr wirklich nur an einer Ampel durchführen. Ihr stützt Euch mit den Händen seitlich neben Euren Beinen auf dem Sitz ab, drückt Euch nach oben und zieht dazu noch die Knie Richtung Brust. Haltet diese Position einen Moment, bevor Ihr wieder entspannt und sie wiederholt. Die Übung ist schwierig und anstrengend aber auch sehr effektiv.

Hier könnt ihr euch die Übung im Video anschauen:

 

Alle weiteren Übungen zu den Programmen Camping-Mobil On Tour und Off Tour findet ihr in unserem Youtube-Channel „Camporio“.