Tipps bei langen Fahrten – langes Sitzen

Liebe Camporios,

hier ein paar allgemeine Tipps von mir, wenn ihr euch auf langen Fahrten befindet (natürlich könnt ihr diese Tipps auch im Alltag oder z. B. auch im Büro bei langem Sitzen anwenden):

– Ändert auf langen Fahrten doch einfach immer mal wieder die Sitzeinstellung, denn so wird der Blutkreislauf in den verspannten Körperregionen wieder aktiviert, ihr be- und entlastet verschiedene Körperregionen und euer Stoffwechsel schläft nicht ein.

– Vergesst auch nicht die Lendenwirbelstütze eures Sitzes zu benutzen. Auch diese solltet ihr in der Position auf langen Fahrten immer mal wieder ändern.

– Achtet auf ruren Flüssigkeitshaushalt und verschiebt die Auffüllung nicht auf das Feierabendbier! Viel Trinken hält den Stoffwechsel in Gang und schützt euch vor Müdigkeit am Steuer, wo hingegen Essen eher gegensätzlich wirkt.

– Natürlich müsst ihr auf langen Fahrten zwischendurch auch etwas essen. Macht dies in den Pausen und am besten im Stehen, denn beim Fahren sitzt ihr ja schon genug.

– Der nächste Tipp ist wahrscheinlich etwas hart für die Camperinnen unter uns. Dreht die Heizung im Camper auf der Fahrt nicht zu hoch, denn so muss Euer Stoffwechsel mehr arbeiten und nebenbei verbraucht ihr sogar noch mehr Kalorien.

Manche von euch werden sich vielleicht auch fragen, wie man denn eigentlich richtig sitzt beim Fahren?

In erster Linie solltet ihr euch so hinsetzen, dass es für euch bequem ist und ihr trotzdem sicher euren Camper steuern könnt. Wichtig ist auch, dass ihr dynamisch sitzt, denn nicht nur die Änderung der Sitzeinstellung kann helfen den Rücken zu entlasten, sondern auch das Ändern der Sitzposition. Eine gute Sitzposition ist z.B. wenn ihr aufrecht sitzt, euren Po ganz nach hinten schiebt und die Schultern eine Linie mit der Hüfte bilden. Dazu nehmt ihr noch die Hände am besten auf 3 und 9 Uhr ans Lenkrad.

Kennt ihr das Gefühl, wenn man nach einer langen Fahrt endlich am Ziel angekommen ist, direkt den Stellplatz einrichten muss und dann nur noch ins Bett möchte? Toll wäre es, wenn ihr vorher noch ein paar meiner Lockerungsübungen aus meinem Programm Camping-Mobil Off-Tour machen würdet, denn dann beugt ihr zum einen Verletzungen beim Aufbauen des Stellplatzes vor und zum anderen werdet ihr euch am nächsten Morgen besser fühlen. Denn je verspannter ihr ins Bett kommt, um so verspannter werdet ihr auch am nächsten Morgen wieder sein.

Zu guter Letzt die Frage: Wann soll man denn am besten Pausen machen?

Jeder Mensch hat dabei seinen ganz eigenen Rhythmus und jeder Körper reagiert auf Sitzbelastungen auch anders. Unser Körper ist jedoch so schlau, dass er es uns spüren lässt, ob wir schon zu lange sitzen und wir uns bewegen sollen. Also hört immer zu aller erst auf euren eigenen Körper. Selbstverständlich möchte ich euch dennoch einen Tipp mitgeben, wie der Idealfall aussehen würde und vielleicht packt ja den ein oder anderen von euch der Ehrgeiz, dieses sich als Ziel für seine zukünftigen Fahrten zu setzen. Wenn ihr es auf der Fahrt schafft, alle 45 Minuten eines meiner On-Tour Programme durchzuführen und nach 2 Stunden eine Rast von mindestens 15 Minuten einzulegen, in der ihr eines meiner Off-Tour Programme ausführt, dann wird es euch nicht nur euer Rücken, sondern euer ganzer Körper danken. Denn auch wenn eure Sitzhaltung noch so gut ist, wird eure Wirbelsäule dennoch bis zu 40 % mehr belastet, als würdet ihr z.B. Stehen.

Ich wünsche euch allzeit gute Fahrt und kommt entspannt am Ziel an!

 

Euer

Camper-Coach

Camping und Joggen

Liebe Camporios,

kommen wir nun zu einer der beliebtesten Volkssportart überhaupt, dem Joggen.

Millionen von Menschen schnüren mehrmals die Woche ihre Laufschuhe, sei es für einen Stadt-, Wald- oder Geländelauf. Das besonders attraktive an dieser Sportart ist, gerade auch für uns Camper, man kann jederzeit, an jedem Ort loslaufen, ob allein oder in der Gruppe, ob schnell oder langsam. Wohnmobiltür auf, die richtige Bekleidung und Schuhe an und los geht’s.

Das Schöne am Joggen oder auch Ausdauerlauf genannt ist, wir trainieren damit unsere Ausdauer, nämlich unser Herz-Kreislauf-System. Neben der Stärkung unserer Knochen und Muskeln profitiert auch unser Rücken, da die Muskulatur gestärkt wird und durch die Laufbewegung Verspannungen und Blockierungen gelockert werden. Selbstverständlich ist Joggen auch ideal zum Abnehmen; der Kalorienverbrauch liegt je nach Geschwindigkeit und Geländeprofil zwischen 400 bis 600 kcal pro Stunde.

Gegenüber dem Wandern oder Walking vergessen die meisten jedoch oft, dass es sich beim Jogging auch um eine Ausdauersportart handelt und wie der Name schon sagt, geht es um Ausdauer. Viele machen jedoch den Fehler zu denken, viel und schnell hilft auch viel und umso schneller werde ich fit und gesund. Dem ist leider nicht so, denn unser Körper, unsere Muskulatur, Sehnen, Bänder und Knochen brauchen einige Zeit, um sich an die Laufbelastungen anzupassen, welche gegenüber dem Wandern oder Walking höher sind. Es gilt also gerade für Anfänger oder für diejenigen, die nach einer längeren Pause wieder anfangen wollen das alte Sprichwort: In der Ruhe liegt die Kraft! Sonst sind Verletzungen und gegenteilige Trainingseffekte leider die Folge.

Orientieren kann man sich hier auch wieder an der Atemfrequenz. Vier Schritte ein- und vier Schritte ausatmen ist perfekt. Wenn ihr mit einem Partner lauft, solltet ihr euch zusammen noch völlig normal unterhalten können. Dann ist das Tempo richtig.

joggen

Ich wurde schon oft gefragt, ob man sich vor dem Laufen erst noch separat aufwärmen soll? Da sage ich nein, denn Laufen ist in dem Sinne Euer Aufwärmen. Ihr solltet allerdings nicht direkt lossprinten, sondern langsam und locker starten und das Tempo allmählich steigern. Meist kommt man beim Laufen an einen Punkt, wo ihr merken werdet, dass das Laufen einfacher wird, das ist dann der Punkt, bei dem der Körper aufgewärmt ist und ihr könnt das Tempo anziehen.

Seid ihr vielleicht noch nie in eurem Leben gejoggt und möchtet es aber gerne mal ausprobieren? Vielleicht ist es dann besser eine Kombination aus Laufen und Walken zu wählen, denn ca. 40 Minuten sollten es schon sein um einen Trainingseffekt für euer Herz-Kreislauf-System zu erzielen, da erst ungefähr nach eine halben Stunde die Fettverbrennung einsetzt. Auch ist durch die Kombination beider Laufarten die Belastung auf eure Gelenke nicht gleich so groß. Falls ihr nun denkt, 40 Minuten sind viel zu viel für mich, kann ich euch jedoch beruhigen. Studien belegen, dass schon ein Lauftraining ab 12 Minuten positive Auswirkungen auf eure Knochendichte haben. Allerdings bei einem Training drei mal pro Woche. 😉

Die wichtigste Voraussetzung für diese Sportart sind die richtigen Schuhe. Hier solltet ihr euch wirklich gut beraten lassen, denn mit falschem Schuhwerk werdet ihr im wahrsten Sinne des Wortes nicht weit kommen. In einem meiner nächsten Blogberichte werde ich euch zeigen, wie eine richtige Laufschuhberatung aussehen sollte und auf was ihr alles beim Kauf achten müsst.

Für diejenigen von euch, die die richtigen Laufschuhe schon haben und mehrmals die Woche laufen gehen, noch ein kleiner Tipp: nach spätestens 700km solltet ihr die Schuhe durch neue ersetzen, da die Dämpfung des Schuhs hinüber ist. Für Vielläufer empfiehlt es sich auch gleich mehrere Laufschuhe zu haben, damit sich das Dämpfungsmaterial erholen kann. Auch eure Füße danken es euch, die durch die unterschiedlichen Schuhe auch eine andere Belastung erfahren.

In diesem Sinne wünsche ich euch allzeit viel Spaß beim Laufen und verbleibe mit einem passenden Spruch von Wilhelm Busch: „Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.“

 

Euer

Camper-Coach

 

Camping und Walking/Nordic Walking

Liebe Camporios,

neben dem Wandern sind Walking und Nordic Walking weitere Sportarten, die man während dem Camping problemlos ausführen kann. Beide sind in jedem Alter durchführbar und trainieren das Herzkreislauf-System sowie unsere Muskulatur. Gerade gegenüber dem Joggen werden hierbei die Gelenke, Bänder und Sehnen geschont, so dass schwerere und ältere Personen ihren Schwerpunkt auf Walking und Nordic Walking legen sollten. Der Kalorienverbrauch liegt ca. bei 400 kcal pro Stunde.

Für die Anfänger unter euch ist es vor allem wichtig, langsam anzufangen. Überfordert euch nicht und beginnt das Training erst einmal auf flachem Terrain. Schön ist es auch mit einem Partner das Training zu beginnen, denn zu zweit oder in einer Gruppe macht es immer mehr Spaß. Ihr solltet natürlich darauf achten, dass euer Partner oder eure Gruppe annähernd den gleichen Trainingszustand hat. Denn nichts ist demotivierender als immer der Letzte zu sein. Wie beim Wandern auch gilt: Wenn ihr euch noch normal mit eurem Partner unterhalten könnt, dann habt ihr das richtige Tempo gefunden.

Auch die richtige Atemtechnik hilft euch dabei, das richtige Tempo zu finden. Wenn ihr bei vier Schritten ein- und bei vier Schritten wieder ausatmet, habt ihr ein gutes Tempo gefunden.

Je nachdem wo ihr zum Campen unterwegs seid, gibt es vielleicht ausgeschilderte Walking/Nordic Walking Strecken, die meist nach Länge und Schwierigkeitsgrad eingeteilt sind.Nordic Walking

Die Technik beim Walking zielt auf den richtigen Armschwung und den richtigen Fußeinsatz ab. Die Arme schwingen aktiv gegengleich mit. Das bedeutet, dass wenn euer rechter Fuß vorne ist, euer linker Arm auch vorne ist, also immer der auf der anderen Seite. Achtet dabei darauf, dass ihr euch nicht verkrampft und schön locker im Schultergürtel bleibt. Die Füße sollten aktiv auf der Ferse aufgesetzt werden und nach vorne über die Zehen abrollen.

Beim Nordic Walking kommt die Technik des Stockeinsatzes hinzu. Dies solltet ihr euch von einem erfahrenen Trainer zeigen lassen, denn hier kann man viel falsch machen und führt dann eher zu Verletzungen als zu einem Nutzen. Verspannungen sowie Schmerzen an Rücken, Knien und Hüfte sind also vorprogrammiert.

Bei richtiger Technik aber profitiert ihr davon, dass noch mehr Muskeln aktiviert werden und durch den Stockeinsatz die Belastung auf die Gelenke weiter abnimmt.

Voraussetzungen bei beiden Sportarten sind natürlich das richtige Schuhwerk und Stöcke mit der auf die Körpergröße passend eingestellten Länge. Das wenig benötigte Equipment ist problemlos im Wohnmobil oder Wohnwagen etc. mitzuführen.

Ob ihr euch nun für Walking oder Nordic Walking entscheidet liegt bei euch selbst.

Ich persönlich bevorzuge das normale Walking, da mir der Benefit als Ausdauertraining ausreicht und der Stockeinsatz keinen großartigen Mehrwert bietet, zumal die Verletzungsgefahr bei falscher Technik größer ist. Einzig und allein beim Wandern oder Walking mit schweren Gepäck und für Personen mit Gleichgewichtsproblemen oder Trittunsicherheit würde ich Stöcke dringend empfehlen. Gerade bei schwerem Gepäck nehmen die Stöcke einen großen Teil der Belastung auf die Gelenke.

 

Euer

Camper-Coach

Buchtipp – Das neue Psoas-Training

Liebe Camporios,

heute möchte ich euch einmal ein Buchtipp ans Herz legen: „Prof. Dr. Ingo Froböse – Das neue Psoas-Training: Schmerzfrei, leistungsfähig und beweglich: Die besten Übungen für den großen Lendenmuskel“

In einem meiner letzten Blogs bin ich auf den Psoas eingegangen. Der Psoas (Hüftlendenmuskulatur) ist für die Aufrichtung und Streckung unseres Körpers zuständig und zieht sich vom Oberschenkelknochen seitlich hoch über die Lendenwirbelsäule bis zum Beginn der Brustwirbelsäule. Bei langen Campingtouren, auf denen wir viel Sitzen, verkürzt sich dieser Muskel.

Psoas

Dehnt man ihn nicht anschließend, verkürzt er sich mehr und mehr und führt letztendlich zu Rückenschmerzen. Falls ihr meinen Blog dazu noch einmal nachlesen möchtet, könnt ihr das hier.

Der Psoas hat in letzter Zeit in der Medizin, aber auch im Fitnessbereich immer mehr Aufmerksamkeit bekommen und so wendet sich auch Prof. Dr. Info Froböse in seinem Buch diesem wichtigen Thema zu.

Es wird nicht nur die genaue Bedeutung des Psoas anschaulich erklärt, sondern es werden auch spezielle Übungen zur Kräftigung und Beweglichkeit gezeigt. Schön ist dabei auch, dass Froböse Übungsprogramme für direkte Zielgruppen anbietet, wie für Schwimmer, Läufer, Fußballer oder Radfahrer etc.. Darüber hinaus bietet das Buch einen Selbsttest an, in dem man feststellen kann, wie beweglich/verkürzt oder kräftig der eigene Psoas ist.

Wer von euch also unter Rücken- oder Hüftbeschwerden leidet und mehr über den Psoas und dessen Bedeutung erfahren möchte, dem kann ich das neue Buch von Prof. Dr. Froböse nur sehr empfehlen.

Wenn ihr wieder mit eurem Camper auf Tour seid, nehmt euch meine Video-Übungen aus dem Off-Tour-Programm zur Hand. Speziell die Übungen 3 und 6 zielen auf den Psoas ab.

 

Euer

Camper-Coach

 

Wintercamping

Liebe Camporios.

Heute möchten wir unseren Anteil zum Thema Wintercamping beitragen. Blog und Themen dazu gibt es im Internet und diversen Foren mehr als genug. Trotzdem haben auch wir uns damit beschäftigt. Wintercamping. Gibt es das? Ja, zumindest wenn man unterschiedlichen Quellen glauben darf. Allerdings in der Anteil der Camper sehr gering. Von ca. 3.000 Campingplätzen in Deutschland sind über den Winter gerade mal knapp 130 geöffnet, was ca. 4% entspricht.

Auch die tägliche Nutzung der Camporio-App geht in den letzten Wochen leicht nach unten aber die meisten Nutzer sind immer noch aktiv, auch beim Wintercamping.

Camper-Radio und natürlich „Wer campt Wo“ und die Chat-Funktion wird täglich von vielen genutzt um in Kontakt zu bleiben. Darüber freuen wir uns natürlich und arbeiten in der ruhigeren Zeit im Hintergrund bereits an einigen Modifikationen. Dabei versuchen wir auch immer wieder die Verbesserungsvorschläge einzuarbeiten, die uns von den treuen Blog-Lesern erreichen. Vielen Dank dafür. Wir werden an dieser Stelle darüber berichten wenn es Neuigkeiten, Anpassungen und Änderungen gibt. Übrigens werden wir uns „über die Tage“ auch zum Wintercamping aufmachen. Wohin? Das wissen wir noch nicht, in jedem Fall Richtung Süd-Westen und so weit, bis es warm genug ist, mittags den Grill rauszustellen. Schaun´ me(e)r mal.

Wintercamping

Bildquelle: Caravaning.de

 

5 Monate Camporio

Liebe Camporios und die, die es bald werden wollen.

Wir sind heute, am 16. Oktober 2017 genau 5 Monate  „live“ mit unserer Camporio App. Deshalb möchten wir allen Danke sagen, die von Anfang an dabei waren und uns viel positives, manchmal kritisches Feedback gegeben haben. Inzwischen sind es > 3.300 Camper, die unsere App nutzen. Bei den 3.300 sind „wir vier“ natürlich auch dabei. Denn „die App von Campern für Camper“ ist nicht nur ein Marketing-Spruch wie in andere benutzen, sondern wir sind selber aktiv mit dem Camper unterwegs.

Wir haben uns besonders über die positiven Camporio-Geschichten gefreut, z.B. die von zwei Hundebesitzern die sich in der App im wahrsten Sinne „gefunden“ haben und über die Chat-Funktion in Kontakt kommen konnten. Diese zwei werden sich auf Reisen nun öfter verabreden. Oder die junge Familie mit dem geliehenen Wohnmobil, das ausgerechnet am ersten Tag in Italien eine Panne hatte und ein erfahrender Camper in der Nähe war, der wusste was zu tun ist. Also liebe Camper, helft uns, die App weiter zu verbreiten und die Community auszubauen.

Das Camporio Team geht von heute bis Sonntag auf einen Kurztrip – es geht Richtung Südosten. Hupt, wenn ihr uns seht! Danach geht es dann frisch, fromm, fröhlich, frei weiter mit unseren Blogberichten hier. Zum Thema Technik, Fitness, App-Funktionen und kuriosen Dingenaus der Werlt des Campings. Unserer Welt.

 

Campen mit dem bösen Wolf

Liebe Camporios,

in letzter Zeit wurde oft darüber berichtet, dass Wölfe in unseren heimischen Wäldern gesichtet wurden. Dies liegt daran, dass es seit 2000 wieder Wölfe in Deutschland gibt und sich bis heute der Bestand auf 700 erhöht hat. Das ist schon sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass der Wolf seit 150 Jahren in Deutschland ausgerottet war.

Sicherlich kennt ihr das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Seither haftet auf dem Wolf eher ein negativer Beigeschmack, denn er ist als gefährlich und böse in unseren Köpfen verankert. Doch mit diesem Märchen vom bösen Wolf muss jetzt Schluss sein, sagt der Wolfexperte und –forscher Markus Bathen vom Naturschutzbund NABU, der sich seit 2005 mit dem „Willkommen Wolf-Projekt“ um Sorgen, Ängste und Vorurteile gegenüber dem Wolf kümmert.

Ich habe mich für euch mit Markus Bathen getroffen, um aus 1. Hand zu erfahren, was die Verbreitung des Wolfes für uns Camper bedeutet.

Wölfe leben in Rudeln von ca. 8-10 Tieren als Familienverband (Wolfspaar, Jungtiere und Jungtiere aus dem Vorjahr) und besetzen ein Revier, in dem die Eltern nur ihre Jungtiere dulden bis zum Alter von 2 Jahren (nach 2 Jahren wandern diese ab und verlassen das Rudel um Partner und neues Revier zu finden). Die Vorkommen von ansässigen Rudeln in Deutschland belegen sich auf Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. In anderen Bundesländern hat es auch schon Einzelsichtungen gegeben. Ein Rudel besetzt ein Revier von einer Größe von ca. 250 Quadratkilometern, abhängig davon wie viel Nahrung und Rückzuggebiete es in diesem Revier gibt.

Hättet ihr gedacht, dass ein Wolf jeden Tag einen Marathon oder noch mehr in seinem Revier läuft?

Wölfe sind sogenannte Laufjäger, sie scannen mit Augen, Ohren und Nase ihre Umgebung auf Beute ab. Sie ernähren sich hauptsächlich von Rehen, Rotwild und Wildschweinen. Dabei essen sie auch kranke und schwache Tiere und halten so den Bestand der Waldtiere „gesund“, weshalb man Wölfe auch als Gesundheitspolizei des Waldes bezeichnet. Unreichend geschützte Nutztiere wie Schafe oder Ziegen stehen natürlich auch auf dem Speiseplan, welches die Halter der Tiere natürlich nicht sehr erfreut. Auch hier setzt sich Bathen und der NABU intensiv ein, um zu einem konfliktärmeren Miteinander von Mensch und Wolf beizutragen.

Die Hauptfrage die wir uns Camper natürlich stellen ist, ob der Wolf auch für uns, z.B. beim Freicampen gefährlich werden kann. Ich habe mich mit Markus Bathen auf Spurensuche begeben und ihm dabei diese und noch andere Fragen gestellt, aber seht selbst:

Aber nicht nur Pfotenabdrücke hinterlässt der Wolf als Spur, auch in seinem Kot kann man vieles ablesen. Wir haben zusammen den Kot eines Wolfes analysiert und darin noch Fell und Knochenreste eines Wildschweines entdeckt. Ihr seht, der Job als Camper-Coach ist nicht immer einfach. 😉

Wie auch ihr etwas für den Schutz der Wölfe tun könnt oder wenn ihr weitere spannende Infos über den Wolf erfahren wollt, dann könnt ihr euch hier informieren:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/

 

Euer

Camper-Coach

 

Push-Nachricht verpasst?

Hallo Camporios!

Wer schon länger dabei ist, der kennt sie schon – unsere monatliche Push-Nachricht, die das Highlight der letzten 4 Wochen am Ende jedes Monats nochmal für alle App-Nutzer in Erinnerung ruft. Wer diese Info aus irgendwelchen Gründen verpasst hat, kann diese jederzeit über sein Profil aufrufen.
Empfangene Nachrichten werden im Benutzerprofil hinterlegt und können dort jederzeit nochmal nachgelesen werden.

Dazu einfach im Menü auf „Profil & Login“ gehen – am unteren Bildschirm gibt es das Klingelsymbol für die Push-Nachricht.

Einfach auswählen und schon sind alle Nachrichten verfügbar. Ein „Klick“auf die jeweilige Nachricht öffnet den gesamten Beitrag.

Wir wünschen wie immer viel Spass beim testen!

Euer Camporio-Team

Push-Nachricht

Meine Favoriten

Hallo Camporios!

Heute geht es mal wiederum ein technisches Detail aus der Camporio-App. Es können bei Camporio nämlich nicht nur Camping- oder Stellplätze sein, die als Favoriten bezeichnet und natürlich gespeichert werden können.

Ebenso der Lieblings-Blog oder die Lieblings-Fitnessübung vom Camper-Coach, die Ihr täglich vorm Frühstück als gutes Beispiel ansehen wollt.

Das funktioniert natürlich ganz einfach: In der jeweiligen Sektion Plätze, Videos oder Blog oben rechts den hellgrau hinterlegten „Stern“ antippen. Dieser färbt sich dann dunkelgrau und ab sofort kann im Menü unter „Meine Favoriten“ der entsprechende Beitrag sofort aufgerufen werden.

Warum kompliziert, wenn es so einfach sein kann…!?

Das Camporio-Team wünscht viel Spass beim ausprobieren!

Favoriten

Camping und Wandern

Wandern ist wohl die einfachste Form sich während dem Campen fit zu halten, denn Wandern kann jeder.

Es ist nicht nur gut für Geist und Seele, für Geselligkeit oder die Natur und seine Umgebung zu erleben, sondern ist gleichzeitig auch ein Plus für Körper und Gesundheit.

Beim Gehen oder Wandern wird das Herz-Kreislauf-System und unsere Muskulatur sowie Bänder trainiert. Entscheidender Vorteil gegenüber anderen Sportarten ist, dass unsere Gelenke, wie Hüft-, Sprung oder Kniegelenke geschont werden. Durch das eher sanfte Stoß- und Abrollverhalten unserer Füße ist die Belastung auf unsere Gelenke sehr gering.

Doch Wandern kann noch mehr. Es hat positive Auswirkungen auf unsere gesamte Gesundheit. Durch die moderate Belastung stärken wir gleichzeitig unser Immunsystem, verzögern den Alterungsprozess unserer Knochen, Sehnen, Gelenken und Bändern, senken den Blutdruck und Cholesterinwerte, steigern die Hirndurchblutung, sowie hilft das Wandern uns beim Abnehmen (ca. 400 kcal/Stunde, beim Bergwandern bis ca. 700 kcal/Stunde) und verbessert schließlich unser allgemeines Wohlbefinden.

Zum allgemeinen Wandern in flachem Gelände, Wald und Wiesen unterscheiden wir noch das Bergwandern.

Beim Bergwandern ist die Belastung höher, demnach aber auch der Trainingseffekt größer. Während ihr beim Wandern im flachen Gelände es ruhig auch mal etwas schneller angehen könnt, solltet ihr beim Bergwandern mehr die Ruhe bewahren. Durch die zusätzliche Höhenbelastung verbraucht der Körper mehr Sauerstoff. Wenn man es zu schnell angeht ist man auch relativ schnell außer Atem. Ein guter Tipp: Wenn ihr euch noch normal mit eurem Wanderpartner unterhalten könnt, ist das Tempo richtig. Sollte dies nicht der Fall sein und ihr zu sehr ausser Puste seid, nehmt lieber das Tempo ein wenig heraus.

Der wichtigste Tipp, den ich für euch aber auf alle Sportarten bezogen geben möchte ist:

Fangt immer langsam an und überfordert euch nicht!

Wenn ihr von einer Tour zurückkommt und sagt, „Mensch, da hätte ich jetzt aber auch noch weitergehen können“, dann habt ihr alles richtig gemacht. Denn bei allen Sportarten gilt, wenn ich mich am Anfang überlaste und zu sehr fordere, verliere ich schnell die Lust oder schlimmer noch, ich verletze mich.

Wandern Wanderweg

Darüber hinaus kann man beim Wandern eigentlich nicht viele Fehler machen. Man sollte natürlich auf ein gutes Schuhwerk achten und sich im Fachhandel beraten lassen. Zu diesem Thema werde ich bald einen extra Blog veröffentlichen, also bleibt wachsam!

Zum Schluß möchte ich euch noch zwei traumhafte Wanderwege ans Herz legen. Falls euch eure Reise mal in den schönen Schwarzwald führen sollte, dürft ihr die Qualitätswanderwege Seen-(Nordschwarzwald) und Schluchtensteig (Südschwarzwald) nicht verpassen. Es erwarten euch Wasserfälle, Karseen, Grinden, Hochmoore und schmale Steige durch urwaldähnliche Schluchtenwälder.

Weitere Infos findet ihr hier:

Seensteig: http://www.baiersbronn.de/text/96/de/seensteig.html

Schluchtensteig: https://www.schluchtensteig.de/

weitere Touren unter: http://www.schwarzwald-tourismus.info/

 

Euer
Camper-Coach