Camping und Joggen

Liebe Camporios,

kommen wir nun zu einer der beliebtesten Volkssportart überhaupt, dem Joggen.

Millionen von Menschen schnüren mehrmals die Woche ihre Laufschuhe, sei es für einen Stadt-, Wald- oder Geländelauf. Das besonders attraktive an dieser Sportart ist, gerade auch für uns Camper, man kann jederzeit, an jedem Ort loslaufen, ob allein oder in der Gruppe, ob schnell oder langsam. Wohnmobiltür auf, die richtige Bekleidung und Schuhe an und los geht’s.

Das Schöne am Joggen oder auch Ausdauerlauf genannt ist, wir trainieren damit unsere Ausdauer, nämlich unser Herz-Kreislauf-System. Neben der Stärkung unserer Knochen und Muskeln profitiert auch unser Rücken, da die Muskulatur gestärkt wird und durch die Laufbewegung Verspannungen und Blockierungen gelockert werden. Selbstverständlich ist Joggen auch ideal zum Abnehmen; der Kalorienverbrauch liegt je nach Geschwindigkeit und Geländeprofil zwischen 400 bis 600 kcal pro Stunde.

Gegenüber dem Wandern oder Walking vergessen die meisten jedoch oft, dass es sich beim Jogging auch um eine Ausdauersportart handelt und wie der Name schon sagt, geht es um Ausdauer. Viele machen jedoch den Fehler zu denken, viel und schnell hilft auch viel und umso schneller werde ich fit und gesund. Dem ist leider nicht so, denn unser Körper, unsere Muskulatur, Sehnen, Bänder und Knochen brauchen einige Zeit, um sich an die Laufbelastungen anzupassen, welche gegenüber dem Wandern oder Walking höher sind. Es gilt also gerade für Anfänger oder für diejenigen, die nach einer längeren Pause wieder anfangen wollen das alte Sprichwort: In der Ruhe liegt die Kraft! Sonst sind Verletzungen und gegenteilige Trainingseffekte leider die Folge.

Orientieren kann man sich hier auch wieder an der Atemfrequenz. Vier Schritte ein- und vier Schritte ausatmen ist perfekt. Wenn ihr mit einem Partner lauft, solltet ihr euch zusammen noch völlig normal unterhalten können. Dann ist das Tempo richtig.

joggen

Ich wurde schon oft gefragt, ob man sich vor dem Laufen erst noch separat aufwärmen soll? Da sage ich nein, denn Laufen ist in dem Sinne Euer Aufwärmen. Ihr solltet allerdings nicht direkt lossprinten, sondern langsam und locker starten und das Tempo allmählich steigern. Meist kommt man beim Laufen an einen Punkt, wo ihr merken werdet, dass das Laufen einfacher wird, das ist dann der Punkt, bei dem der Körper aufgewärmt ist und ihr könnt das Tempo anziehen.

Seid ihr vielleicht noch nie in eurem Leben gejoggt und möchtet es aber gerne mal ausprobieren? Vielleicht ist es dann besser eine Kombination aus Laufen und Walken zu wählen, denn ca. 40 Minuten sollten es schon sein um einen Trainingseffekt für euer Herz-Kreislauf-System zu erzielen, da erst ungefähr nach eine halben Stunde die Fettverbrennung einsetzt. Auch ist durch die Kombination beider Laufarten die Belastung auf eure Gelenke nicht gleich so groß. Falls ihr nun denkt, 40 Minuten sind viel zu viel für mich, kann ich euch jedoch beruhigen. Studien belegen, dass schon ein Lauftraining ab 12 Minuten positive Auswirkungen auf eure Knochendichte haben. Allerdings bei einem Training drei mal pro Woche. 😉

Die wichtigste Voraussetzung für diese Sportart sind die richtigen Schuhe. Hier solltet ihr euch wirklich gut beraten lassen, denn mit falschem Schuhwerk werdet ihr im wahrsten Sinne des Wortes nicht weit kommen. In einem meiner nächsten Blogberichte werde ich euch zeigen, wie eine richtige Laufschuhberatung aussehen sollte und auf was ihr alles beim Kauf achten müsst.

Für diejenigen von euch, die die richtigen Laufschuhe schon haben und mehrmals die Woche laufen gehen, noch ein kleiner Tipp: nach spätestens 700km solltet ihr die Schuhe durch neue ersetzen, da die Dämpfung des Schuhs hinüber ist. Für Vielläufer empfiehlt es sich auch gleich mehrere Laufschuhe zu haben, damit sich das Dämpfungsmaterial erholen kann. Auch eure Füße danken es euch, die durch die unterschiedlichen Schuhe auch eine andere Belastung erfahren.

In diesem Sinne wünsche ich euch allzeit viel Spaß beim Laufen und verbleibe mit einem passenden Spruch von Wilhelm Busch: „Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.“

 

Euer

Camper-Coach

 

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